Literaturempfehlungen

Dienstag, 26. Dezember 2006

Kultur (2): Die Blutsauger der Nation

Heute gibt es eine neue Leseempfehlung: Ein absolut gelungenes Werk stellt das Buch "Die Blutsauger der Nation. Wie ein entfesselter Kapitalismus uns alle ruiniert von Wiso-Moderator Michael Opoczynski dar.

Mit dem Buch liest er denjenigen die Leviten, die es sicherlich am meisten verdient haben: skrupellose Manager, Finanzakrobaten sowie Akteure, die sich auf sonstige Weise schamlos bereichert haben. Josef Ackermann, Thomas Haffa, Die Deutsche Vermögensberatung, Flowtex und andere dürfen also in diesem Buch nicht fehlen, und sie tun es auch nicht.
Opoczynski zeigt punktgenau, wie Seilschaften und Netzwerke das Wirtschaftssystem prägen, erklärt, wie Mitarbeiter, Anleger und Konsumenten abgezockt und ausgebeutet werden. So verdeutlicht er, wie Wirtschaftslenker durch gezielte Unübersichtlichkeit beim Kunden ein Informationsdefizit aufbauen und versuchen, dies gezielt für ihre Zwecke auszunutzen. Er deckt Machenschaften auf, wie Aktionäre von Managern um ihr angelegtes Geld gebracht werden.

Insgesamt führt das Buch sehr eindrucksvoll vor Augen, in was für einem menschenverachtenten System wir gerade leben, und ist allein deshalb schon lesenswert.

Sonntag, 24. September 2006

Kultur (1): Schwarzbuch Datenschutz.

Eine interessante Neuerscheinung kommt vom Verlag Nautilus. In dem "Schwarzbuch Datenschutz" werden Themen wie der Große Lauschangriff auf Bürger, Schnüffelchips in Kundenkarten oder andere Vergehen gegen den Datenschutz behandelt. Die Herausgeber padeluun und Rena Tangens berichten von Politikern, die es mit den Gesetzen nicht so genau nehmen ebenso wie von Unternehmen, die mit den teilweise ergaunerten Daten ihrer Kunden noch Geschäfte machen. Viele der dargestellten Unternehmen und Politiker werden sie kennen, so werden viele eine Paybackkarte besitzen, mit der Bahn fahren oder sich vielleicht für WM-Tickets beworben haben. Was in solchen Fällen mit ihren Daten geschah, können sie nun bequem im Schwarzbuch nachlesen. Danach könnten sie sich ein wenig aufregen, um einige Tage später nicht mehr daran zu denken. Oder sie könnten in Zukunft ein wenig vorsichtiger, bewusster und mit offeneren Augen durch eine Welt voller Datendiebe gehen.
Denn in diesem Buch wird offengelegt, welche Konsequenzen die Machenschaften der Unternehmen und Politiker schon haben oder noch haben werden. Und es wird auch erklärt und deutlich, wie und warum man sich als mündiger Bürger gegen die Adressmafia wehren sollte.

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Frei Schnauze

"Nach uns die Sintflut ist der Wahlspruch jedes Kapitalisten und jeder Kapitalistennation." - Das Kapital. Band 1. Zweiter Abschnitt, Achtes Kapitel

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