ZYPREXAkills!
Das amerikanische Pharmaunternehmen Eli Lilly vertreibt das Antidepressivum "Zyprexa®". Im Dezember wurde in den USA aufgedeckt, dass Lilly schon jahrelang von gesundheitsschädlichen Wirkungen - Gewichtszunahme, Hyperglykämie und Diabetes - dieses Medikamentes wusste, jedoch in der Öffentlichkeit konsequent verleugnete. Ein Journalist kam an interne Dokumente, die dies bewiesen; mittlerweile kursieren diese Dokumente auch im Internet
Beim Gesundheitsblogger könnt ihr die ganze Geschichte nachlesen, bei der Boocompany könnt ihr die umstrittenen Dokumente downloaden und selbst anschauen.
Besonders interessant sind die Dokumente vor allem, weil sie klar aufzeigen, welch menschenverachtende Industrie die Pharmabrancheist sein kann. Im folgenden beziehe ich mich auf ein Strategiepapier aus dem Jahre 2001 (DOK:ZY1-00520636)
Frage und Antwort
In den Dokumenten kann man nachlesen, wie die Ärzte von Lilly bearbeitet wurden. So wurden ihnen schon Antworten auf kritische Fragen "diktiert".
Q:Doctor, have your patients on ZYPREXA® gained weight of have you heard ZYPREXA® causes weight gain?
A: I´ve seen it in a few of my patients.
Das Dokument, dass als eine Guideline für Pharmareferenten von Lilly bezeichnet werden kann bietet auch noch weitere Einblicke). Es wurden beispielsweise konkrete Fragen der Ärzte aufgeführt, und wie man diese am besten (im Sinne Lillys, natürlich) beantworten sollte.
Für Ärzte, die Patienten lieber zu Experten schicken wollten wurde folgender Satz vorgeschlagen:
Doctor, that makes sense ... However, in your own practice there are probably patients who may experience symptoms such as elevated mood, emotional withdrawal, and agitation who may benefit from ZYPREXA®. Keep in mind that referrals can be expensive, time-consumering [...] Zyprexa® is an excellent option.
Jippi, verkauft Antidepressiva, marsch, marsch!!
Und Ärzten, die über hohe Dosierungen des Medikaments nachdachten, sollte folgendes gesagt werden:
What concerns you about a higher dose? [...]Doctor, with Zyprexa® your patients will benefit from more than 4 years of market experience in 6 million patients [...] ZYPREXA® is safe, effective and easy to use. Let´s explore some of the patients in your practice who would benefit from ZYPREXA®.
Besonders verachtenswert ist hier der letzte Satz, in denen die Ärzte aufgefordert wurden, doch einmal nachzudenken, wem aus dem aktuellen Patientenstamm man wohl mal ZYPREXA® verabreichen könnte. Zum Wohl des Patienten? Wohl kaum, eher für den Geldbeutel Lillys.
Dass das ganze als Guideline herausgegeben wurde, obwohl es schon Hinweise auf die gesundheitsschädlichen Wirkungen von ZYPREXA® gab macht die Sache eher nock krimineller. Auf den Gedanken, das Medikament wegen der lebensbedrohlichen Nebenwirkungen vom Markt zu nehmen kam sowieso keiner. "I would like to inform you that the fourth case with diabetic coma was reported (below) Fortunately the patient did not passed out." Quelle: interne Email (DOK:ZY201797499)
Man muss sich frei von dem Gedanken machen, dass es der "Gesundheitsindustrie" um die Gesundheit der Menschen gehen würde. Im Gesundheitssektor geht es um Milliardengewinne für die Unternehmen, der Mensch - oder der kranke Mensch - kommt dort nur als "Konsument" vor, der den Unternehmen möglichst viel Gewinn bringen soll. Und diejenigen, die noch nicht "kranke" Konsumenten sind, die werden eben als krank definiert, damit man noch höhere Gewinne machen kann.
Beim Gesundheitsblogger könnt ihr die ganze Geschichte nachlesen, bei der Boocompany könnt ihr die umstrittenen Dokumente downloaden und selbst anschauen.
Besonders interessant sind die Dokumente vor allem, weil sie klar aufzeigen, welch menschenverachtende Industrie die Pharmabranche
Frage und Antwort
In den Dokumenten kann man nachlesen, wie die Ärzte von Lilly bearbeitet wurden. So wurden ihnen schon Antworten auf kritische Fragen "diktiert".
Q:Doctor, have your patients on ZYPREXA® gained weight of have you heard ZYPREXA® causes weight gain?
A: I´ve seen it in a few of my patients.
Das Dokument, dass als eine Guideline für Pharmareferenten von Lilly bezeichnet werden kann bietet auch noch weitere Einblicke). Es wurden beispielsweise konkrete Fragen der Ärzte aufgeführt, und wie man diese am besten (im Sinne Lillys, natürlich) beantworten sollte.
Für Ärzte, die Patienten lieber zu Experten schicken wollten wurde folgender Satz vorgeschlagen:
Doctor, that makes sense ... However, in your own practice there are probably patients who may experience symptoms such as elevated mood, emotional withdrawal, and agitation who may benefit from ZYPREXA®. Keep in mind that referrals can be expensive, time-consumering [...] Zyprexa® is an excellent option.
Jippi, verkauft Antidepressiva, marsch, marsch!!
Und Ärzten, die über hohe Dosierungen des Medikaments nachdachten, sollte folgendes gesagt werden:
What concerns you about a higher dose? [...]Doctor, with Zyprexa® your patients will benefit from more than 4 years of market experience in 6 million patients [...] ZYPREXA® is safe, effective and easy to use. Let´s explore some of the patients in your practice who would benefit from ZYPREXA®.
Besonders verachtenswert ist hier der letzte Satz, in denen die Ärzte aufgefordert wurden, doch einmal nachzudenken, wem aus dem aktuellen Patientenstamm man wohl mal ZYPREXA® verabreichen könnte. Zum Wohl des Patienten? Wohl kaum, eher für den Geldbeutel Lillys.
Dass das ganze als Guideline herausgegeben wurde, obwohl es schon Hinweise auf die gesundheitsschädlichen Wirkungen von ZYPREXA® gab macht die Sache eher nock krimineller. Auf den Gedanken, das Medikament wegen der lebensbedrohlichen Nebenwirkungen vom Markt zu nehmen kam sowieso keiner. "I would like to inform you that the fourth case with diabetic coma was reported (below) Fortunately the patient did not passed out." Quelle: interne Email (DOK:ZY201797499)
Man muss sich frei von dem Gedanken machen, dass es der "Gesundheitsindustrie" um die Gesundheit der Menschen gehen würde. Im Gesundheitssektor geht es um Milliardengewinne für die Unternehmen, der Mensch - oder der kranke Mensch - kommt dort nur als "Konsument" vor, der den Unternehmen möglichst viel Gewinn bringen soll. Und diejenigen, die noch nicht "kranke" Konsumenten sind, die werden eben als krank definiert, damit man noch höhere Gewinne machen kann.
perfectcrime - 18. Feb, 20:50


