Von Leuten, die auszogen, um die Welt zu verbessern
Er beherrschte ein Reich, das die heutigen Länder Frankreich, Belgien, Luxemburg, Niederlande Schweiz, Deutschland, Italien und Österreich fast komplett umfasste. Es war kein übermäßig entwickeltes Gebiet, die meisten seiner Untertanen konnten weder lesen noch schreiben. Auch die Sitten waren rauher, als man sie sich heute nur vorstellen könnte. Mord und Totschlag waren zu diesen Zeiten fast schon an der Tagesordnung, und auch wirtschaftlich ging es drunter und drüber. Der Kaiser aber hatte die besten Vorsätze, mit diesem MIßständen zu brechen, er wollte das Land und die Zustände ordnen, eine funktionierende Verwaltung aufbauen, wollte die Kriminalität eindämmen und der Gesellschaft christliche Werte näher bringen.
Damals kannte man auch schon ein Problem, welches man heute auch in sehr großem Ausmaß beobachten kann: die Korruption. In den Korrespondenzen von Geistlichen (welche zu dieser Zeit oftmals auch Aufgaben für den Kaiser übernahmen) mit dem kaiserlichen Hof war die Korruption ein immer wiederkehrendes Thema. Auch an anderer Stelle findet man Hinweise auf Korruption. So findet man im Vorwort eines Ratgebers für Richter eine Stelle, die besagt, dass der Autor es viel weniger beunruhigend betrachtet, "kleine Geschenke - Eier, Geflügel, Wein, Brot - anzunehmen, sich aber von ihnen nicht beeinflussen zu lassen, als sie abzulehnen." Wie das funktionieren sollte, dass sich Bestochene von den Geschenken nicht beeinflussen lassen sollen wurde aus der Einleitung leider nicht ersichtbar.
Schlechte Sitten waren jedoch schon so weit verbreitet und im kollektiven Gedächtnis des Volkes verankert, dass der Kaiser mit seinen Zielen auf verlorenem Posten stand. "Gegen Ende seiner Herrschaft musste er mit Er- und Verbitterung feststellen, wie weit er von seinem erklärten Ziel entfernt geblieben war. [...] Korruption und Unterschleif waren an der Tagesordnung, [...] und massive Unterdrückung der Armen fast die Regel."
Selbst wenn der Herrscher also mit den besten Zielen seine Regierungsarbeit startet, ist ihm kein Erfolg beschieden, wenn die Bürger nicht mitmachen. Und es ist kein Wunder, dass der Kaiser mit seinen Maßnahmen keinen Erfolg hatte. Denn der Mensch ist tendenziell böse und schlecht. Das sehen wir schon an der Tatsache, dass es heute Abermillionen von Gesetzen braucht, um den Menschen halbwegs im Zaume zu halten, und die Fülle der Gesetzesübertretungen zeigt uns diese Tatsache ebenso. Und in Zeiten, in denen weder Ordnung noch Sitte herrscht, verspüren diese negativen Eigenschaften der Menschen eben noch mehr den Drang, sich auszuleben und sind kaum zu besiegen. Der Mensch ist schlecht.
Was aber soll erst herauskommen, wenn der Herrscher von Werten oder sozialem Gewissen nichts wissen möchte? (und ich nehme hier, für die heutige Zeit, einfach den Markt als Herrscher, die meisten Politiker sind ihm sowieso hörig und verkaufen ihre Macht für einen geschenkten Urlaubsflug mitein paar Prostituierten der Familie an den nächstbesten Wirtschaftskriminellen )
Kann man den, ohne blauäugig (oder bestochen) zu sein ernsthaft die Meinung vertreten, ein solcher Herrscher ist für die Allgemeinheit die bessere Alternative? Wenn ich dann das Anzugträgerproletariat in der Tagesschau sehe, wie es sagt "Der Markt regelt das schon" bekomme ich in schöner Regelmäßigkeit einen Hassanfall mit Wuttiraden, die in der Öffentlichkeit nichts verloren haben. Die ganzen Korruptionsfälle und die Maßlosigkeit der Manager kommen nicht von ungefähr.
Der besagte Herrscher war übrigens: Karl der Große aus dem Haus der Karolinger, bekannt durch seine Kaiserkrönung am Weihnachtstag im Jahre 800 n. Chr.
Damals kannte man auch schon ein Problem, welches man heute auch in sehr großem Ausmaß beobachten kann: die Korruption. In den Korrespondenzen von Geistlichen (welche zu dieser Zeit oftmals auch Aufgaben für den Kaiser übernahmen) mit dem kaiserlichen Hof war die Korruption ein immer wiederkehrendes Thema. Auch an anderer Stelle findet man Hinweise auf Korruption. So findet man im Vorwort eines Ratgebers für Richter eine Stelle, die besagt, dass der Autor es viel weniger beunruhigend betrachtet, "kleine Geschenke - Eier, Geflügel, Wein, Brot - anzunehmen, sich aber von ihnen nicht beeinflussen zu lassen, als sie abzulehnen." Wie das funktionieren sollte, dass sich Bestochene von den Geschenken nicht beeinflussen lassen sollen wurde aus der Einleitung leider nicht ersichtbar.
Schlechte Sitten waren jedoch schon so weit verbreitet und im kollektiven Gedächtnis des Volkes verankert, dass der Kaiser mit seinen Zielen auf verlorenem Posten stand. "Gegen Ende seiner Herrschaft musste er mit Er- und Verbitterung feststellen, wie weit er von seinem erklärten Ziel entfernt geblieben war. [...] Korruption und Unterschleif waren an der Tagesordnung, [...] und massive Unterdrückung der Armen fast die Regel."
Selbst wenn der Herrscher also mit den besten Zielen seine Regierungsarbeit startet, ist ihm kein Erfolg beschieden, wenn die Bürger nicht mitmachen. Und es ist kein Wunder, dass der Kaiser mit seinen Maßnahmen keinen Erfolg hatte. Denn der Mensch ist tendenziell böse und schlecht. Das sehen wir schon an der Tatsache, dass es heute Abermillionen von Gesetzen braucht, um den Menschen halbwegs im Zaume zu halten, und die Fülle der Gesetzesübertretungen zeigt uns diese Tatsache ebenso. Und in Zeiten, in denen weder Ordnung noch Sitte herrscht, verspüren diese negativen Eigenschaften der Menschen eben noch mehr den Drang, sich auszuleben und sind kaum zu besiegen. Der Mensch ist schlecht.
Was aber soll erst herauskommen, wenn der Herrscher von Werten oder sozialem Gewissen nichts wissen möchte? (und ich nehme hier, für die heutige Zeit, einfach den Markt als Herrscher, die meisten Politiker sind ihm sowieso hörig und verkaufen ihre Macht für einen geschenkten Urlaubsflug mit
Kann man den, ohne blauäugig (oder bestochen) zu sein ernsthaft die Meinung vertreten, ein solcher Herrscher ist für die Allgemeinheit die bessere Alternative? Wenn ich dann das Anzugträgerproletariat in der Tagesschau sehe, wie es sagt "Der Markt regelt das schon" bekomme ich in schöner Regelmäßigkeit einen Hassanfall mit Wuttiraden, die in der Öffentlichkeit nichts verloren haben. Die ganzen Korruptionsfälle und die Maßlosigkeit der Manager kommen nicht von ungefähr.
Der besagte Herrscher war übrigens: Karl der Große aus dem Haus der Karolinger, bekannt durch seine Kaiserkrönung am Weihnachtstag im Jahre 800 n. Chr.
perfectcrime - 16. Jan, 14:45


